Menschen sind Arschlöcher. Überall.

ede Gruppe von Menschen, die sich selbst geformt hat, bzw. Menschen, die sich aufgrund äußerer Einflüsse zusammengefunden haben, haben eines gemeinsam: Unter ihnen gibt es immer Arschlöcher. Der Begriff ist extra gewählt, da diese Arschlöcher die Prinzipien/Intention der Gruppe in der sie sich befinden bewusst ignorieren (im besten Fall) oder dagegen arbeiten um die Gruppe zu zerstören, bzw. Außenstehende aufzustacheln.

Soweit so klar. Man möchte diese Arschlöcher natürlich aussieben, um ihre Taten zu verhindern und das fortbestehen der Gruppe zu ermöglichen. Das Problem: Die Arschlöcher haben dieselben Merkmale wie die anderen Gruppenmitgliedern. Das ist eine Herausforderung. Wie soll man denn Arschlöcher finden, wenn diese von Nicht-Arschlöchern nicht zu unterscheiden sind. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass man „dann eben halt“ den Weg des geringsten Widerstandes geht und die Gruppe für „ihre“ Arschlöcher kollektiv in die Verantwortung nimmt. Je nach Größe der Gruppe gibt es folgende Ungerechtigkeiten:

  • Nicht-Arschlöcher kommen in einen Rechtfertigungsstrudel und machen sich damit selbst unglaubwürdig
  • Arschlöcher können Ihre Arschlöchigkeit noch erweitern und die „Arschlöcher“ in ihrer Gruppe verantwortlich machen
  • Nicht-Arschlöcher werden selbst untereinander misstrauisch

Natürlich wissen Außenstehende auch, dass nicht „alle so sind“. Die auf Sicherheit angelegte Natur des Menschen vergisst jedoch schnell wie wichtig Gruppen sind und wie viel ihnen die eigene Gruppe gibt und fordern im Zweifel auch Repressalien oder Ungerechtigkeiten einer anderen Gruppe, damit Arschlöcher auf jeden Fall auch eingefangen werden. Und genau diese Menschen beschweren sich dann im Gegenzug, wenn sie selbst mit den Arschlöchern aus ihrer Gruppe verglichen werden.

Es ist ein Teufelskreis.

Ich sage daher: Lasst Gruppen Gruppen sein. Schaut auf Menschen. Dann sehen wir einerseits die Menschen, die sich positiv einsetzen und ebenfalls etwas gegen die Arschlöcher unternehmen und man sieht andererseits die Arschlöcher besser. Sie werden merken, dass explizit sie gesucht werden, und ihre Taten nicht mehr nur gegen die Gruppe wirken, in der sie sich befinden.

Faulheit und schwer lösbare Aufgaben dürfen schlussendlich nicht zu Ent-Menschlichung von Gruppen gereichen. Ja, man wird es niemals 100% hinkriegen. Das Leben ist nicht 100%. Aber Menschlichkeit zeigen ist es.

Zur besseren Visualisierung, eine kleine Auswahl von Gruppen, die Arschlöcher beinhalten (wertfrei sortiert):

► Politiker
► Blogger
► Eintracht-Frankfurt-Fans
► Arbeitslose
► Milliardäre
► Juden
► Laktose-Intolerante
► Comic-Zeichner
► 14jährige

Menschen sind Arschlöcher. Überall.

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